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Gemeinsamer einheitlicher Onkologischer Basisdatensatz

ADT und GEKID

Der einheitliche onkologische Basisdatensatz von ADT und GEKID wurde im März 2008 verabschiedet und im Februar 2014 aktualisiert. Er gilt für alle Krebsarten und wird fortlaufend um tumorspezifische Module ergänzt. Mit dem einheitlichen Onkologischen Basisdatensatz ist ein Instrument geschaffen worden, das einen einheitlichen onkologischen Standard vorgibt, Mehrfachdokumentationen verhindert und in allen Bundesländern und klinischen Strukturen eine vergleichbare Erfassung und Auswertung von Krebsbehandlungen ermöglicht.


Aktualisierter einheitlicher onkologischer Basisdatensatz der ADT und der GEKID

M. Klinkhammer-Schalke1, S. Hentschel2, J. Haier3, S. Wesselmann4, N. Becker5, J. Bruns4, A. Tillack6, C. Schneider6, H. Barlag1, F. Hofstädter1, C. Stegmeier 2, U. Altmann7

1 Arbeitsgemeinschaft Deutscher Tumorzentren e.V., 2 Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister in Deutschland e.V., 3 CCC Münster, AG CCC Dokumentation, 4 Deutsche Krebsgesellschaft e.V., 5 Deutsches Krebsforschungszentrum Heidelberg, 6 Tumorzentrum Land Brandenburg, 7 Institut für Medizinische Informatik der Justus-Liebig-Universität Gießen

 

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 einheitlicher onkologischer Basisdatensatz der ADT / GEKID mit Stand vom 12.02.2014

Die XML-Umsetzung des Basisdatensatzes erfolgt zeitnah.

              tl_files/layout/pfeil.gif  Methodenreport
Im Rahmen der Diskussionen des Nationalen Krebsplans wurde in verschiedensten Zieldiskussionen überdeutlich, dass für eine Reihe von Fragestellungen verlässliche, deutschlandweite und vergleichbare Daten zum Versorgungsgeschehen fehlen. Das Krebsfrüherkennungs- und -Registergesetz (KFRG) vom 3. April 2013 sieht dementsprechend eine bundesweit einheitliche onkologischen Dokumentation auf der Grundlage des ADT/GEKID Basisdatensatzes vor und fordert den Spitzenverband Bund der Krankenkassen auf die „notwendigen Festlegungen“ in sog. Fördervoraussetzungen festzulegen.

In den am 20. Dezember 2013 vom GKV-Spitzenverband beschlossenen Kriterien zur Förderung klinischer Krebsregistergemäß § 65c SGB V (KFRG) wurde festgelegt, dass die klinische Krebsregister alle Meldungen im ADT/GEKID-Basisdatensatzformat und seinen ergänzenden Modulen in den jeweils gültigen und veröffentlichten Versionen erfassen und diese in deren einheitlich definierten Standards abbilden können (FK-ED 1.01; 1.02). Ziel der Kriterien eine register- und länderübergreifende Vergleichbarkeit zu garantieren. Für die Umsetzung muss seitens der ADT und GEKID die Definition der einzelnen Items  erfolgen, wobei gefordert wird, dass die Datensätze und ihre Spezifikationen zitierfähig und frei zugänglich publiziert werden.

Um einen einheitlichen und verbindlichen Merkmalskanon für den beginnenden Aufbau der flächendeckenden klinischen Krebsregistrierung in allen Ländern zu Grunde zu legen, beschlossen die Vorstände der ADT und der GEKID den Sachstand der Basisdokumentation zu aktualisieren.

 

Der Ablauf erfolgte in folgenden Schritten (siehe: Methodenreport)

1.  07.06.2013: Treffen der AG Daten des KoQK

2.  11.10.2013: Telefonkonferenz der AG Daten

3.  16.10.2013: Verabschiedung dieses Vorentwurfs in den Vorständen der ADT und der GEKID

4.  30.10.2013: Telefonkonferenz der Vorstände der ADT und GEKID.

5.  31.10.2013: 1. Delphikonsensusverfahren

6.  26.11.2013: Telefonkonferenz der AG Daten des KoQK

7.  16. und 17.12.2013: Treffen einer Unter AG Basisdatensatz der AG Daten des KoQK

8.  18.12.2013: 2. Delphikonsensusverfahren

9.  Zusammenfassen aller Kommentare und Zuordnung zu einzelnen Items

10. 20.01.2014 Versendung an alle Teilnehmer der AG Daten des KoQK

11. 27.01.2014: Abschließendes Konsensustreffen mit Abstimmung aller Items

12. 11. und 12.02.2014: Verabschiedung in den Vorständen von ADT und GEKID

 

Die Vorstände von ADT und GEKID sind sich bewusst, dass nicht allen Wünschen auf Aufnahme oder Streichung von Merkmalen entsprochen werden kann. Sie sehen gleichzeitig die Notwendigkeit im Interesse einer einheitlichen Dokumentation pragmatische Kompromisse zu schließen. Letztendlich wird sich jeder Kanon in der Praxis der Dokumentation und der Datennutzung bewähren müssen. Auch hierfür sind mit der Arbeitsgruppe Datensparsame einheitlich Tumordokumentation (DET) geeignete Strukturen im Nationalen Krebsplan angelegt.

Acknowledgement:
Vorstände:
ADT: F. Hofstädter, D. Hölzel, S. Benz, H. Matthes, J. Haier, R. Fietkau, H. Braunwald, B. Günther, A. Tillack, M. Klinkhammer-Schalke
GEKID: A. Katalinic, S. Hentschel, R. Stabenow, S. Luttmann, M. Meyer

Module zum Basisdatensatz

Der einheitliche onkologische Basisdatensatz wird um weitere Module ergänzt, die in der AG Daten des KoQK entwickelt werden. Die Module Mamma- und Kolorektales Karzinom wurden auf dem Lenkungsaussschuss des KoQK am 30.11.2010, die Module Malignes Melanom und Lungenkarzinom am 22.11.2011, das Modul Prostata- und der Zusatz zum Mamma- Karzinom am 13.06.2012 und die Module Gliome und Gynäkologische Tumoren am 26.11.2012 verabschiedet.

In Abstimmung mit den Fachgesellschaften wird derzeit das Modul zur Lebensqualität und Psychoonkologie erarbeitet.