Wer ist die ADT

1978 schlossen sich die Tumorzentren Deutschlands zusammen und gründeten die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Tumorzentren e.V. (ADT). Seither engagiert sich die ADT aktiv als gemeinnützig eingetragener Verein vor allem für die bessere Versorgung an Krebs erkrankter Menschen.

Sie strebt eine sektorenübergreifende (ambulante und stationäre), flächendeckende, bevölkerungsbezogene und qualitativ hochwertige Versorgung der Patienten an. Heute gehören der ADT 50 Tumorzentren, Onkologische Schwerpunkte und Comprehensive Cancer Centers (CCC) an.

Gemeinsam mit weiteren Organisationen wirkt die ADT u.a. als Mitinitiator und Umsetzer der Empfehlungen des Nationalen Krebsplans mit, um ihr Ziel der Verbesserung der Versorgung der Patienten weiter voranzubringen.

Die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Tumorzentren ist zertifiziert nach DIN EN ISO 9001:2008 für den Geltungsbereich Koordination und Förderung der Qualitätssicherung durch Tumorzentren / Klinische Krebsregister und Entwicklung einheitlicher Standards in der Tumordokumentation. (Zertifikat 2015)

In den ADT-Gremien werden Konzepte zur Aufgabenstellung, Struktur, Ausstattung, Personal- und Finanzbedarf der Tumorzentren erstellt ("Memorandum" 5. Auflage 2006).

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte unserem Flyer.


Die Versorgungaufgabe

Jährlich erkranken nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (Schätzung von 2009/10) rund 477.300 Bürger (252.390 Männer und 224.910 Frauen) in Deutschland an Krebs (Inzidenz). Das mittlere Erkrankungsalter liegt für Männer und Frauen bei etwa 69 Jahren. Im selben Jahr wurden 215.533 krebsbedingte Todesfälle registriert (116.381 Männer und 99.152 Frauen).


Hauptaufgaben der Tumorzentren "P + P + P"

Qualitätsmanagement im strukturiertem DialogProduzieren von Wissen:
Diagnostische und klinische Studien,
Therapieoptimierungen, Versorgungsforschung,
Förderung und Begleitung der Grundlagenforschung

Propagieren von Wissen:
Aus-, Fort- und Weiterbildung, Beratung von Ärzten, Mitarbeiter(innen) im Gesundheitswesen, Patienten und Angehörigen, interdisziplinäre Fallbesprechungen, Akzeptanz, Implementierung und Rückmeldung von Leitlinien.

Prüfen der Umsetzung des aktuellen Wissens:
Verlaufsbegleitende Dokumentation der Diagnose-, Therapie- und Follow-up Behandlung. Prüfung der vorhandenen Qualitätsindikatoren, regionale Rückmeldung und Diskussion der Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität. Gezielte Intervention zur flächendeckenden Verbesserung.


Charakteristika von Tumorzentren

  • Definiertes Einzugsgebiet
  • Sektorenübergreifende Dokumentation aller Krankheitsverläufe (Klinisches Krebsregister)
  • Mitwirkung aller Versorgungsträger sektorenübergreifend
  • Akzeptanz wissenschaftlich begründeter Leitlinien
  • Interdisziplinär kooperierende themenbezogene Arbeitsgruppen
  • Interdisziplinäre Strukturen für Diagnostik und Behandlung
  • Regelmäßige interdisziplinäre Konferenzen mit Fallvorstellungen
  • Angebote für überregionale onkologische Konsiliardienste
  • Fortbildung für alle mit Krebs befassten   Berufsgruppen
  • Vereinigung von optimaler Patientenversorgung und klinischer Forschung
  • Bewertung der Versorgungsqualität im Einzugsgebiet